Etablierung serumfreier Zellkulturen
Zielgruppe
Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Vorkenntnissen in der Zellkultur
Inhalte/Lernziele
Werden Zellen aus dem Gewebeverband entnommen und in Kultur gebracht, benötigen sie Nährlösungen, so genannte Medien, die eine möglichst exakte Nachahmung der Situation in vivo schaffen. Zur optimalen Kultivierung benötigen Zellen neben Salzen, Spurenelementen und Puffersubstanzen auch hochkomplexe Zusätze wie Seren. Durch die Zugabe von Serum werden notwendige Hormone und Wachstumsfaktoren, Anheftungsfaktoren und Komponenten der extrazellulären Matrix, Bindungs- und Transportproteine, Plasmalipide, sowie Vitamine in das Kulturmedium eingebracht. Die Zugabe von Serum birgt aber auch eine Menge Nachteile als undefinierter Mediumzusatz. Die quantitative Zusammensetzung, sowohl der einzelnen Serumarten wie auch der jeweiligen Chargen ein und desselben Serums, unterliegen starken Schwankungen. Hinzu kommt noch die mögliche Kontamination der Zellkultur durch Viren, Mycoplasmen oder Prionen. Aufgrund der vielen Nachteile mit serumhaltigen Medium werden seit längerer Zeit Medien angeboten, die keinen Zusatz von Serum benötigen. Der Nachteil, der sich daraus ergibt, ist, dass die Zellen erst an das neue Medium adaptiert werden müssen. In diesem Kurs lernen Sie, wie Sie ihre Zellkultur auf eine serumfreie oder serumarme Kultur umstellen können, worauf es bei den Medien ankommt und welche Medien für welche Zellen geeignet sind.
Themenschwerpunkte
Serumfreie Medien, Adaption der Zellen, Trouble Shooting