Mutagenesetechniken
Zielgruppe
Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit soliden Grundkenntnissen in der Molekularbiologie und PCR-Technologie
Inhalte/Lernziele
Unter in vitro-Mutagenese (site directed mutagenesis) oder auch Oligonukleotid-Mutagenese versteht man die Umwandlung einer oder mehrerer DNA-Nukleotide ohne phänotypische Selektion. Sie dient z. B. der Struktur- und Funktionsaufklärung, zur maßgeschneiderten Veränderung von Proteinen und zur Charakterisierung regulatorischer Regionen des Genoms. Hierbei dient ein synthetisches Oligonukleotid, das die gewünschte Mutation enthält, als Primer für die in-vitro-Neusynthese von DNA. Nach Anlagerung des Primers an den komplementären Strang der Matrizen-DNA erzeugt eine DNA-Polymerase eine Kopie, die sich nur in der Primersequenz von der Matrize unterscheidet. In diesem Kurs sollen Sie die theoretischen und praktischen Grundlagen der gerichteten Mutagenese, die dazu verwendete PCR-Technologie und das notwendige Primerdesign kennenlernen. Im Trouble Shooting wird auf mögliche Fehlerquellen und Problematiken bei der in-vitro-Mutagenese eingegangen.
Themenschwerpunkte
Gerichtete Mutagenese (site directed mutagenesis), PCR-Technologie, Primerdesign, Trouble Shooting