Von der Zellkulturflasche zum Bioreaktor
Zielgruppe
Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit soliden Grund kenntnissen in der Zellkultur und Zellbiologie, ohne Kenntnisse in Bioreaktortechnik
Inhalte/Lernziele
Im Labor ist es hin und wieder notwendig, entweder größere Mengen an tierischen oder humanen Zellen oder deren Produkte (z. B. Antikörper) zu gewinnen. Es gibt verschiedene Methoden, größere Zellmengen zu züchten, je nachdem, ob es sich um adhärente oder in Suspension wachsende Zellen handelt. Meist werden hierzu Bioreaktoren eingesetzt. Ihre Aufgabe besteht darin, Kultivierungen in größeren Volumina zu ermöglichen, ohne den Arbeitsaufwand und den Medienbedarf in gleicher Weise ansteigen zu lassen. Im Kurs werden verschiedene Reaktortypen besprochen wie z. B. Spinnerflasche, Rührkesselfermenter, "Wave"-Reaktoren, Festbett- und Wirbelschichtreaktoren oder Hohlfasermodule und deren Vor- und Nachteile für entsprechende Fragestellungen diskutiert. Der praktische Teil umfasst Aufbau und Instrumentierung eines Labor-Bioreaktors, Sterilisation, Beimpfung und Betrieb des Bioreaktors. Wesentliche Funktionen des Bioreaktors werden anhand von Simulationen mit einem "virtuellen" Bioreaktor vermittelt.
Themenschwerpunkte
Bioreaktortechnik, Aufbau, Sterilisation und Betrieb eines Labor-Bioreaktors, Vor- und Nachteile eines Bioreaktortyps