Mikrobiologie / Biotechnologie

Von der Zellkulturflasche zum Bioreaktor

Zielgruppe

Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit soliden Grund kenntnissen in der Zellkultur und Zellbiologie, ohne Kenntnisse in Bioreaktortechnik

Inhalte/Lernziele

Im Labor ist es hin und wieder notwendig, entweder größere Mengen an tierischen oder humanen Zellen oder deren Produkte (z. B. Antikörper) zu gewinnen. Es gibt verschiedene Methoden, größere Zellmengen zu züchten, je nachdem, ob es sich um adhärente oder in Suspension wachsende Zellen handelt. Meist werden hierzu Bioreaktoren eingesetzt. Ihre Aufgabe besteht darin, Kultivierungen in größeren Volumina zu ermöglichen, ohne den Arbeitsaufwand und den Medienbedarf in gleicher Weise ansteigen zu lassen. Im Kurs werden verschiedene Reaktortypen besprochen wie z. B. Spinnerflasche, Rührkesselfermenter, "Wave"-Reaktoren, Festbett- und Wirbelschichtreaktoren oder Hohlfasermodule und deren Vor- und Nachteile für entsprechende Fragestellungen diskutiert. Der praktische Teil umfasst Aufbau und Instrumentierung eines Labor-Bioreaktors, Sterilisation, Beimpfung und Betrieb des Bioreaktors. Wesentliche Funktionen des Bioreaktors werden anhand von Simulationen mit einem "virtuellen" Bioreaktor vermittelt.

Themenschwerpunkte

Bioreaktortechnik, Aufbau, Sterilisation und Betrieb eines Labor-Bioreaktors, Vor- und Nachteile eines Bioreaktortyps

Dozent

Priv.-Doz. Dr.-Ing. Ralf Pörtner studierte Chemietechnik an der Universität Dortmund Empfohlener Aufbaukurs und promovierte dort 1989 am Lehrstuhl für mechanische Verfahrenstechnik. 1990 wurde er Leiter der Arbeitsgruppe "Zellkulturtechnik und Tissue Engineering" an der Technischen Universität Hamburg-Harburg. Nach erfolgreicher Habilitation wurde er 1997 zum Priviatdozenten ernannt. Derzeit gehört er zu den Koordinatoren des Forschungsschwerpunktes "Regeneration, Implantate und Medizintechnik" der TU Hamburg-Harburg.

Prof. Dr.-Ing. Volker C. Hass studierte an der Universität Hannover, der Technischen Universität Hamburg-Harburg und der University of Birmingham, Großbritannien, wo er auch seinen Abschluss in Biochemical Engineering (M.Sc.) machte. Seine Promotion folgte 1995 an der TU- Hamburg-Harburg. 1997 nahm er einen Ruf an der Fachhochschule Jena an, im Jahr 2001 wurde er Professor für Verfahrenstechnik an der Hochschule Bremen. Derzeit ist er dort auch Studiengangsleiter für den Internationalen Studiengang Umwelttechnik. Betrieb eines Zellkultur-Bioreaktors

Termine

PA-5121
 26.05. - 27.05.2008
PA-5122
 10.11. - 11.11.2008

Kursbeginn (am ersten Tag) 10:00 Uhr

Kursende (am letzten Tag) 16:00 Uhr

Teilnehmerzahl

Um ein optimales Lernklima zu gewährleisten, ist die Teilnehmerzahl auf maximal 8 Personen begrenzt.

Teilnahmegebühr

Die Teilnahmegebühr beträgt für den zweitägigen Kurs 575,- € (zzgl. MwSt.)

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