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Hypoxiemodelle in vitro

Inhalte & Lernziele

Störungen der Durchblutung gehören zu den häufigsten Krankheiten unserer Zeit und sind deshalb Gegenstand zahlreicher medizinischer Forschungsprojekte. Der infolge der Minderdurchblutung auftretende Mangel an Sauerstoff und Nährstoffen führt in den betroffenen Geweben oft zur Zellschädigung bis hin zum Zelltod. Im Gewebe des Herzmuskels und im Zentralnervensystem ist diese Schädigung irreversibel. In anderen Zelltypen kommt es hingegen zu einer Aktivierungs-Reaktion. Um die unterschiedlichen Reaktionen und die zugrunde liegenden Mechanismen zu untersuchen, sind geeignete in vitro Modelle der Ischämie notwendig. Ziele des Kurses sind die Vermittlung theoretischer Grundlagen zu Hypoxie in Zelllinien und primären Zellkulturen, die Darstellung verschiedener in vitro Hypoxiemodelle, sowie die Einführung in geeignete Messmethoden zur Detektion von Schädigungen.

Der theoretische Teil umfasst:

  • Hypoxierelevante Faktoren in der Zellkultur
  • Hypoxiemodelle mit und ohne Kammer
  • Vergleich der Hypoxie in Zelllinien, primären Zellkulturen und postmitotischen Zellen
  • Modellierung der Hypoxiebedingungen
  • Methoden zur Bestimmung des Zellschadens

Der praktische Teil beinhaltet:

  • Hypoxie-Induktion ohne Hypoxiekammer
  • Vergleich von Zelltypen, u.a. primäre Neuronen und Endothelzellen
  • Auswertung der Effekte über LDH oder MTT-Assays

Zielgruppe

Technische und wissenschaftliche Mitarbeiter mit soliden Grundkenntnissen in Zellkultur und Zellbiologie.

Dozent

Dr. Dorette Freyer studierte an der Karl-Marx-Universität Leipzig Biologie mit einem Abschluss in Tierphysiologie. Seit 1993 arbeitet sie in der Experimentellen Neurologie der Charité in Berlin, promovierte dort mit einem Thema zur bakteriellen Meningitis und arbeitet seit 2000 als Leiterin des Zellkulturlabors mit verschiedenen in vitro Modellen zur Schlaganfallforschung.