Programm
 
 

Zell-Authentifizierung, genetische Stabilität und Nachweis von Kontaminationen

Inhalte & Lernziele

Die PCR ist mittlerweile eine der wichtigsten Methoden in der Molekularbiologie. Auf der PCR-Technik basierte STR-Analysen (DNA-Fingerprints) werden heutzutage zur Identifizierung von Probenmaterialien bei Verwandtschaftsanalysen in der Humangenetik, in der Pränatal-Diagnostik sowie bei der Identifizierung von humanen Zelllinien in der Zellkultur eingesetzt.

In diesem Kurs erhalten Sie einen Überblick über alle Einsatzmöglichkeiten der STR-Analyse sowie deren Querverbindungen und setzen das Gelernte im Praxisteil am Beispiel einer Zelllinien-Identifikation um.

Im theoretischen Teil werden u.a. folgende Themen behandelt:

  • PCR, DNA- und Genomaufbau, DNA-Polymorphismen und Kapillarelektrophorese
  • Entstehung und Stabilität von STRs, Mutationsrate von STRs
  • Anwendungsbeispiele: Vaterschaftstest, Pränatal-Diagnose, Zellidentifizierung
  • Methoden der Analyse von SNPs, STRs und VNTRs
  • Flussdiagramm für die Analyse einer Probe zur STR-Typisierung

Der Praxisteil umfasst:

  • Präparation der DNA aus Zellpellets
  • STR-PCR und VNTR-PCR, Gelelektrophorese und Kapillarelektrophorese
  • Auswertung und Interpretation des STR-Profils, Datenbankabfrage
  • Wahrscheinlichkeitsberechnung am Beispiel von Vaterschaftstests

Zielgruppe

Technische und wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen mit soliden Grundkenntnissen in der Molekularbiologie und Zellbiologie.

Dozent

Dr. Johannes Becker-Follmann studierte Biologie und Philosophie in Saarbrücken und Freiburg. Er promovierte am Institut für Humangenetik und Anthropologie in Freiburg über “Vergleichende Genkartierungen bei Mensch und Maus“. Nach Forschungsaufenthalten in Osaka/Japan, Freiburg und Berlin gründete er im Jahr 2000 das Institut für Polymorphismus und Mutationsanalytik in Saarbrücken, das sich hauptsächlich mit der Analyse von DNA verschiedener Spezies beschäftigt. Seit 2002 führt er Seminare und Workshops zu PCR-Themen durch.