Programm
 
 

Hautmodelle

Inhalte & Lernziele

In vitro-Hautmodelle gewinnen als Ersatz für Tierversuche in der Kosmetik- und   Pharmaindustrie immer mehr an Bedeutung und Tests für Hautkorrosion und Haut-irritation sind bereits validiert. Sie erfahren in diesem Kurs, welche Hautmodelle auf dem Markt existieren, welchen Verwendungszweck sie haben und welche therapeutischen Applikationen es gibt. Da Hautmodelle komplexe Anforderungen an die Kultivierungsbedingungen stellen, erhalten Sie außerdem das Basiswissen, um ein Hautmodell in Ihrem Labor zu entwickeln. Ferner lernen Sie die Handhabung eines Hautmodells und die Auswertemöglichkeiten kennen.

Im theoretischen Teil werden u.a. folgende Themen behandelt:

  • Aufbau und Funktionen der menschlichen Haut
  • Dermale und epitheliale Zellen
  • Anforderungen an ein Hautmodell
  • Übersicht über unterschiedliche Hautmodelle und Produktionstechnologien
  • Materialien, Matrices und Medien
  • Applikation von Epithelzellen
  • Kultivierung und Handhabung von Hautäquivalenten

Der Demo- und Praxisteil umfasst:

  • Ansetzen eines Dermisäquivalents
  • Aussaat von Keratinozyten in spezielle Zellkultur-Inserts
  • Handhabung von Hautmodellen
  • Airlift eines epidermalen Hautmodells

Zielgruppe

Technische und wissenschaftliche Mitarbeiter/-innen mit soliden Grundkenntnissen und praktischer Erfahrung in Zellkultur und Zellbiologie.

Dozent

Herr Dr. Hans-Jürgen Stark studierte an der RWTH Aachen Biologie mit dem Hauptfach Mikrobiologie sowie Proteinchemie.  Zur Promotion wechselte er an das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg in die Abteilung  „Differenzierung und Karzinogenese in vitro“.  Als Postdoc fokussierte er sich auf die Optimierung von 3D-Hautmodellen für die Erforschung von Epithel-Mesenchym-Wechselwirkungen.  Diese Arbeiten führten zur Etablierung von Hautäquivalenten auf der Basis authentischer Fibroblastenmatrix, die das Potential zur Langzeitkultivierung aufweisen.  Nach dem Eintritt in die Abteilung  „Genetik der Hautkarzinogenese“ untersucht er an diesen Modellen die Rolle der extrazellulären Matrix auf epidermale Regeneration und  Stammzelleigenschaften.



Frau Iris Martin absolvierte 1996 ihre Ausbildung zur Biologielaborantin am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg. Im Anschluss arbeitete sie in der Abteilung „Differenzierung und Karzinogenese in vitro“ unter der Leitung von Prof. N.E. Fusenig. Seit 2003 ist sie in der Abteilung „Genetik der Hautkarzinogenese“ unter Leitung von Prof. P. Boukamp, wo sie in Zusammenarbeit mit Dr. Hans-Jürgen Stark dreidimensionale Modelle der menschlichen Haut entwickelt und optimiert. Desweiteren untersuchen sie Prozesse der Wundheilung,  Barrierebildung und Tumorgenese. 

Empfohlene Aufbaukurse

3D-Zellkultur Basiskurs