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Oxidativer Stress

Inhalte & Lernziele

Zellulärer "oxidativer Stress" resultiert aus einem Ungleichgewicht zwischen der Erzeugung reaktiver Sauerstoffspezies (ROS) und der Konzentration zellulärer Schutzmoleküle (Antioxidanzien). Eine mögliche Folge ist die oxidative Schädigung zellulärer Bestandteile, die zum Zelltod führen kann. Ziele des Kurses sind die Vermittlung theoretischer Grundlagen zur Biochemie von oxidativem Stress sowie im Praxisteil die Einführung in biochemische Messmethoden.

Der Theorieteil beinhaltet:

Einführung in die Biochemie des oxidativen Stresses:

  • Prinzipien der metabolischen Erzeugung von ROS
  • Bildung von ROS unter dem Einfluss exogener Noxen
  • Wirkmechanismen und Reaktivität von ROS: oxidative Zellschädigung
  • Antioxidanzien und antioxidative Strategien
  • Biochemie des Glutathions

Einführung in die Messmethodik zur Bestimmung von "oxidativem Stress" sowie zur Analyse der Beteiligung von ROS an beobachteten biologischen Effekten:

  • Experimentelle Erzeugung von ROS
  • Methoden zur Bestimmung zellulär gebildeter ROS
  • Einsatz enzymatischer und nicht enzymatischer Antioxidanzien
  • Methoden zur Glutathionbestimmung

Der Praxisteil umfasst:

  • Belastung von kultivierten Zellen mit ROS erzeugenden Systemen
  • Umgang mit Fluoreszenzsonden zum Nachweis der Bildung von ROS
  • Bestimmung von Glutathion sowie von Glutathiondisulfid
  • Einsatz von Modulatoren des Glutathionspiegels in der Zellkultur

Zielgruppe

Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit soliden Grundkenntnissen in der Zellkultur und der Zellbiologie.

Dozent

Dr. Peter Schröder studierte Biologie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und promovierte anschließend dort am Institut für physiologische Chemie I bei Prof. Dr. Helmut Sies und Prof. Dr. Lars-Oliver Klotz zum Thema „Wirkung eines natürlichen Antioxidants gegen oxidativen und nitrosativen Stress“. Nach Auslandsaufenthalten in Milwaukee und Stockholm wurde er wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für umweltmedizinische Forschung an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf. Dort beschäftigt er sich als Arbeitsgruppenleiter mit der Rolle von oxidativem Stress bei Signalprozessen, die zu vorzeitigen Alterungsprozessen führen, mit besonderem Augenmerk auf die Wirkung nicht-ionisierender Strahlung (UV, Infrarot) und die Entwicklung neuartiger Präventionsstrategien.