Transfektion und Reportergenanalyse
Inhalte & Lernziele
Der Begriff Transfektion umfasst zahlreiche Verfahren mit deren Hilfe Nukleinsäuren in eukaryotische Zellen eingeschleust werden. Um möglichst viele Zielzellen zu erreichen, müssen hierbei Zelltyp, Vektorsystem und Transfektionsmethode aufeinander abgestimmt werden. In der anschließenden Reportergen-Analyse kann dann die Transfektionsrate bestimmt werden. In diesem Kurs bekommen Sie einen Überblick über die Vor- und Nachteile verschiedener Transfektionsverfahren, Vektorsysteme und Reportergene und lernen, die richtige Auswahl zu treffen.
Im theoretischen Teil werden u.a. folgende Themen behandelt:
- Transiente und stabile Transfektion im Vergleich
- Überblick über Techniken und Vektorsysteme
- Parameter zur Optimierung der Transfektions-Effizienz
- Besonderheiten bei der Transfektion primärer Zellen bzw. Zelllinien
- Überblick über Reportergene und Reportergen-Assays
- Biochemische Grundlagen der Reportergen-Aktivität
- Experimentelles Design und Wahl geeigneter Systeme
Der Praxisteil umfasst:
- Transiente Transfektionen von primären Zellen und Zelllinien mit verschiedenen Verfahren (Lipofektion, Mikroporation) und verschiedenen Reporter-Plasmiden
- Bestimmung der Transfektionsraten mittels verschiedener Reportergen-Assays (Luciferase, Beta-Galaktosidase) und Fluoreszenzmikroskopie (eGFP)
- Analyse verschiedener Transfektionsparameter
Zielgruppe
Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Grundkenntnissen in der Zellkultur und der Molekularbiologie.
Dozent
PD Dr. Susanne Dihlmann studierte Biologie in Tübingen und promovierte am Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg auf dem Gebiet der Kolonkarzinogenese. Von 1997 bis 2000 war sie wissenschaftliche Angestellte an der Chirurgischen Klinik in Heidelberg und wechselte 2001 an das Pathologische Institut, wo sie seitdem als Gruppenleiterin tätig ist. Seit 2006 ist sie Privatdozentin für Angewandte Tumorbiologie an der Medizinischen Fakultät Heidelberg. Ihr Forschungsgebiet ist die Charakterisierung von Signaltransduktionswegen als therapeutische Angriffspunkte neuer Krebstherapien.


