Programm
 
 

Bioreaktoren für die industrielle Zellkultur – Geräte- und Betriebsweisen

Inhalte & Lernziele

Auf dem Weg von der Zellkulturflasche zum Produktionsmaßstab können verschiedenste Bioreaktoren (z.B. Rührkessel-Bioreaktoren, „Single-use“-Reaktoren, Festbettreaktoren oder Hohlfasermodule) für die Gewinnung größerer Mengen tierischer oder humaner Zellen oder deren Produkte (z.B. Antikörper) eingesetzt werden. Dabei macht die Vielzahl und Komplexität der verfügbaren Typen den Einstieg in die Bioreaktortechnologie schwierig. Besondere Aufmerksamkeit erfordert auch die Auswahl und Auslegung einer geeigneten Betriebsweise eines Bioreaktors (batch, fed-batch, kontinuierlich). Dieser theoretische Kurs vermittelt Ihnen das Basiswissen für die Auswahl, den Umgang und den Betrieb mit Bioreaktoren für Zellkulturen. Grundfunktionen und Betriebsweisen des Bioreaktors werden anhand von Simulationen mit einem „virtuellen“ Bioreaktor vermittelt.

Es werden u.a. folgende Themen behandelt:

  • Anforderungen an die Kultivierung tierischer und humaner Zellen
  • Übersicht Bioreaktoren für Zellkulturtechnik
  • Aufbau, Instrumentierung und Betrieb
  • Betriebsweisen (Batch, Fed-Batch, kontinuierlich)

Zielgruppe

Technische und wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit soliden Grundkenntnissen in der Zellkultur und Zellbiologie, ohne Kenntnisse in Bioreaktortechnik.

Dozent

Prof. Dr.-Ing. Ralf Pörtner studierte Chemietechnik an der Universität Dortmund und promovierte dort am Lehrstuhl für mechanische Verfahrenstechnik. Nach einem Post-Doc-Aufenthalt an der University of Tsukuba, Japan übernahm er an der Technischen Universität Hamburg die Funktion des Oberingenieurs und Leiters der Arbeitsgruppe „Zellkulturtechnik und Tissue Engineering“. Nach seiner Habilitation wurde er 1997 zum Privatdozenten ernannt. Seit 2010 ist er Honorarprofessor an der Technischen Hochschule Mittelhessen, Gießen. Derzeit gehört er zu den Koordinatoren des Forschungsschwerpunktes „Regeneration, Implantate und Medizintechnik“ der TU Hamburg und zum Direktorium des Forschungszentrums Medizintechnik (FMTHH). Zu den Forschungsaktivitäten gehören die Entwicklung von Bioreaktoren, insbesondere für Zellkulturen und mikrobielle Reaktionen sowie von modellgestützten Steuerungs- und Regelungskonzepten, und das Tissue Engineering.